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Papst als "Pilger des Friedens" im Libanon
Papst Benedikt XVI. hat seine dreitägige Pastoralreise im Libanon beendet. Im Rahmen seiner vierten Nahostreise - nach der Türkei, Israel und Zypern - hat er dabei das Schlussdokument der Nahostsynode in Rom vom Oktober 2010 veröffentlicht
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Papst Benedikt XVI. hat zu Beginn seiner Libanon-Reise am Freitag in Beirut seinen Wunsch betont, "Pilger des Friedens, Freund Gottes und Freund der Menschen" zu sein. Seine Freundschaft gelte allen Bewohnern "aller Länder der Region, welcher Herkunft und welchen Glaubens auch immer sie sind".
Der Papst traf Freitagmittag auf dem Internationalen Flughafen der libanesischen Hauptstadt ein, wo er vom christlichen Staatspräsidenten des multireligiösen, jedoch mehrheitlich muslimischen Landes, Michel Suleiman, begrüßt wurde. Der Papst kommt zu einem sehr kritischen Zeitpunkt in der Nahost-Region in das Land.
An dem Empfang nahmen nicht nur die katholischen, sondern auch die orthodoxen Patriarchen, Metropoliten und Bischöfe des Landes teil. Die Veröffentlichung des Abschlussdokuments der Nahost-Bischofssynode in Rom vom Oktober 2010 und die Übergabe an die rund 300 Bischöfe am Sonntag ist offizieller Anlass der 24. Auslandsreise von Benedikt XVI.
Der Papst hob die Bedeutung hervor, die das Dokument und seine Übergabe an die Bischöfe aus vielen Ländern, die extra anreisen, habe. Durch die Bischöfe grüße er alle Christen im Nahen Osten. Das Nachsynodale Apostolische Schreiben, das er übergeben werde, wolle "eine 'road map' für die kommenden Jahre" sein.
Nach der Visite von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1997 ist es der zweite Besuch eines Papstes im Zedernstaat. Für Benedikt XVI. stehen an den drei Tagen im Libanon neben der Veröffentlichung des Schlussdokuments dottesdienste sowie Begegnungen mit Politikern und christlichen wie muslimischen Religionsführern auf dem Programm. Außerdem ist eine Begegnung mit Jugendlichen am Sitz des maronitischen Patriarchats in Bkerke, wenige Kilometer nördlich der libanesischen Hauptstadt Beirut, geplant.
Treffen mit Jugendlichen in Bkerke
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Am Freitagabend unterzeichnete der Papst in der St.-Pauls-Basilika in Harissa - sie liegt oberhalb der Großstadt Jounieh - das postsynodale Dokument. Am Samstagvormittag stattete er dem libanesischen Präsidenten Michel Sleiman in dessen Palais in Baabda südlich Beiruts einen Höflichkeitsbesuch ab. Dort kam es auch zu privaten Treffen mit Regierungschef Najib Mikati und dem Parlamentspräsidenten Nabih Berri. Es folgte eine Begegnung mit Muslimen, an die sich eine Rede vor Politikern und Diplomaten anschloss.
Im Anschluss war ein Mittagessen mit den Patriarchen der mit Rom unierten katholischen Kirchen des Landes am Sitz des armenisch-katholischen Patriarchen in Bzommar - im Nordosten von Beirut gelegen - vorgesehen. Für den Abend stand das Jugendtreffen in Bkerke auf dem Programm. Daran nahmen 16.000 junge libanesische Katholiken teil.
Gottesdienst an der "Waterfront" von Beirut
Am Sonntag, 16. September, feierte Benedikt XVI. an der "Waterfront" von Beirut eine Messe, bei der er offiziell das Synodendokument überreicht. Am Nachmittag kam es zum Abschluss des Besuchs am Sitz des syrisch-katholischen Patriarchats in Charfet zu einem ökumenischen Treffen.


